Mehr über Google Mail und Datenschutz
Wir möchten, dass Google Mail der beste und nützlichste Webmail-Dienst der Welt ist. Ein kostenloser Dienst für alle, die ihn nutzen möchten. Dabei haben wir auch an den Datenschutz für unsere Nutzer gedacht. Google nimmt den Datenschutz sehr ernst. Wir gehen sehr offen mit unseren Richtlinien um und sind sehr an einer Diskussion zu Nutzererfahrungen und allgemeinen Grundsätzen im Zusammenhang mit Internet, E-Mail und unseren Diensten interessiert. Lesen Sie weiter, um mehr zu erfahren.
Themen im Detail
- Datenschutz bei E-Mail-Diensten
- Gezielte Werbung bei Google Mail
- Scannen von E-Mail-Inhalten
- Rechte der Absender und Empfänger
- Speicherung von Daten
- Schutz Ihrer Daten
- Google Mail und Zugriff der Regierung auf Konteninformationen
- Abschließende Erklärung
Datenschutz bei E-Mail-Diensten
Bei der persönlichen Kommunikation via E-Mail sollte der Schutz der Daten des Absenders und des vom Absender bestimmten Empfängers einer Nachricht immer vorausgesetzt werden können und damit eine offene Kommunikation mit Freunden, Kollegen, Familie und anderen gewährleistet sein.
Der Datenschutz ist jedoch gefährdet, wenn personenbezogene Informationen oder der Inhalt privater E-Mails von Dritten ohne das Einverständnis des Absenders und des vom Absender bestimmten Empfängers einer Nachricht gesehen werden kann. Das ist nicht der Fall bei Google Mail. Google gibt Inhalte von E-Mails oder personenbezogene Informationen niemals an Dritte weiter. E-Mail-Nachrichten verbleiben in jedem Fall zwischen dem Absender und dem beabsichtigten Empfänger, auch wenn nur einer von beiden ein Google Mail-Nutzer ist.
Das Gesetz und der gesunde Menschenverstand verlangen natürlich einige Ausnahmen. Diese Ausnahmen umfassen Anfragen von Nutzern, woraufhin das Support-Team von Google auf deren E-Mail-Nachrichten zugreift, um Probleme zu erkennen, Fälle, in denen Google gesetzlich dazu gezwungen ist, und wenn wir verpflichtet sind, persönliche Informationen offenzulegen, weil wir hinreichende Gründe zu der Annahme haben, dass so die Rechte, das Eigentum und die Sicherheit von Google, seinen Nutzern und der Öffentlichkeit geschützt werden. Weitere Details finden Sie im Abschnitt "Weitergabe von Daten" unserer Datenschutzbestimmungen. Diese Ausnahmen sind branchenweit Standard und notwendig, damit Anbieter von E-Mail-Diensten Ihren Nutzern helfen und gesetzliche Anforderungen erfüllen können.
Gezielte Werbung bei Google Mail
Alle großen kostenlosen Webmail-Services machen Werbung, doch das meiste davon ist völlig irrelevant für die Leute, die sie sehen. Einige mit Google Mail konkurrierende Services versuchen, Ihre Nutzer anhand des demografischen Profils (z. B. Geschlecht, Einkommensniveau, Familienstand) mit den Anzeigen gezielt anzusprechen. Wir bei Google glauben, dass relevante Werbung für Nutzer einen höheren Wert hat als zufällige Pop-ups oder beliebige Werbebanner. Bei Google Mail sehen Nutzer Textanzeigen und Links zu verwandten Webseiten, die mit dem Inhalt ihrer Nachrichten in Bezug stehen. Die Links zu verwandten Webseiten ähneln den Suchergebnissen bei Google und sind aus dem umfangreichen Google-Index für Webseiten gefiltert. Sie werden einzig im Hinblick auf Ihre Relevanz ausgesucht - es handelt sich nicht um bezahlte Werbung.
Werbung und Links zu verwandten Webseiten erscheinen nur zielgerichtet mit der Nachricht, auf die sie abgestimmt sind, und werden nur gezeigt, wenn der Google Mail-Nutzer, entweder der Absender oder der Empfänger, diese Nachricht liest. In keinem Fall werden E-Mail-Inhalte und andere persönliche Informationen an die Inserenten weitergegeben. Die Inserenten wissen nicht einmal, wie oft ihre Anzeigen bei Google Mail geschaltet werden, da diese Daten über tausende von Seiten im Google-Netzwerk verteilt sind.
Indem wir Google Mail-Nutzern Anzeigen und Informationen mit Bezug zum Inhalt ihrer Nachrichten zeigen, versuchen wir, unseren Nutzern ein besseres Webmail-Erlebnis zu verschaffen. Wenn Sie und Ihre Freunde beispielsweise einen Urlaub planen, interessieren Sie sich vielleicht für neue Produkte oder Anzeigen zu dem von Ihnen gewählten Reiseziel.
Um allen Google Mail-Nutzern ein positives Erlebnis zu bieten, vermeiden wir es, Werbung mit sensiblen oder unpassenden Inhalten zu zeigen, indem wir nur als "jugendfrei" eingestufte Werbung schalten. Der Google Mail-Filter verhindert auch Werbung bei E-Mail-Nachrichten über Katastrophen oder tragische Ereignisse und verzichtet im Zweifelsfall lieber ganz auf Werbeanzeigen, wenn der Inhalt fragwürdig ist.
Viele Menschen haben festgestellt, dass auf die Suche bezogene Anzeigen bei Google.de wertvolle Hinweise bieten können. Sie sind nicht nur ein notwendiges Übel, sondern eine nützliche Funktion. Viele Nutzer haben uns auch mitgeteilt, dass sie die Anzeigen von Google Mail und sowie den Hinweis auf verwandte Webseiten sehr nützlich finden, weil die Informationen ihre Interessen widerspiegeln.
Scannen von E-Mail-Inhalten
Alle E-Mail-Dienste scannen Ihre E-Mails. Dies wird routinemäßig getan, um beliebte Funktionen wie Spamfilterung, Virenerkennung, Suchen, Rechtschreibprüfung, Weiterleitung, automatische Antworten, Markierung dringender Nachrichten, Umwandlung eingehender E-Mail-Nachrichten in SMS, automatische Speicherung und Einordnung, Konvertierung von URLs im Textformat in anklickbare Links und das Vorlesen von Nachrichten für Blinde anbieten zu können. Diese Funktionen werden allgemein akzeptiert, als vertrauenswürdig empfunden und von Millionen von Menschen jeden Tag genutzt.
Google-Computer durchsuchen den Text von Google Mail-Nachrichten, um Spam zu filtern und Viren zu erkennen. Alle großen Webmail-Dienste gehen auf diese Weise vor. Google setzt diese Technologie ebenfalls ein, um zielgerichtete Textanzeigen und weitere verwandte Informationen bereitzustellen. Dieser Prozess ist vollständig automatisiert und es sind keine Personen daran beteiligt.
Wenn ein Nutzer eine E-Mail-Nachricht öffnet, scannen Computer den Text, und relevante Informationen, die auf den Text der Nachricht abgestimmt sind, werden umgehend dargestellt. Sobald die Nachricht geschlossen wird, werden die Anzeigen nicht mehr angezeigt. Die durch dieses Verfahren erstellten Anzeigen werden also jedes Mal, wenn eine Nachricht von einem Nutzer geöffnet wird, dynamisch generiert. Mit anderen Worten: Google verknüpft keine bestimmten Werbeanzeigen mit einzelnen Nachrichten oder mit Nutzerkonten.
Wenn E-Mail-Nachrichten vor unerwünschter Veröffentlichung vollständig geschützt sind, stellt das automatische Scannen der E-Mails keine Verletzung des Datenschutzes dar. Weder E-Mail-Inhalte noch persönliche Informationen werden jemals durch unseren Prozess der zielgerichteten Schaltung von Werbeanzeigen an Dritte weitergeleitet.
Rechte der Absender und Empfänger
Einige Leute haben Bedenken geäußert, dass Google Mail den Datenschutz derer gefährden könnte, die E-Mail-Nachrichten an Google Mail-Konten senden, da die Absender nicht unbedingt den Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen von Google Mail zugestimmt haben. Obwohl dies auf den ersten Blick plausibel erscheint, liegt dieser Sorge ein Missverständnis über die Funktionsweise von Google Mail zugrunde. Es wird nicht erkannt, dass weder der Datenschutz der Absender noch der der Empfänger gefährdet wird. Die Verwendung von Google Mail gefährdet den Datenschutz des Absenders nicht, da niemand außer dem Empfänger die E-Mail-Nachrichten lesen darf und niemand außer dem Empfänger die gezielten Werbeanzeigen und verwandte Informationen sieht.
Bei einem E-Mail-Austausch sollten sowohl der Absender als auch der Empfänger bestimmte Rechte haben. Die Absender sollten das Recht haben, zu entscheiden, an wen sie Nachrichten senden, und einen E-Mail-Anbieter wählen können, dem sie bei der Übermittlung dieser Nachrichten vertrauen. Empfänger sollten auch bestimmte Rechte haben, so auch das Recht, die Methode, mit der Sie auf Ihre Nachrichten zugreifen, selbst zu wählen. Die Empfänger sollten das Recht haben, auf Ihre E-Mails zuzugreifen, wie sie möchten, sei es über eine Weboberfläche (wie z. B. Google Mail, Yahoo! Mail oder Hotmail), ein mobiles Gerät (Blackberry oder Handy), ein Software-Programm (wie Outlook) oder über eine/n persönliche/n Sekretär/in.
Im Internet müssen Absender der routinemäßigen automatischen Filterung von E-Mail-Inhalten, wie z. B. Spamfilterung, Virenerkennung oder der automatischen Markierung oder Archivierung von Nachrichten auf Grundlage des Inhalts, nicht zustimmen. E-Mail-Anbieter agieren im Grunde als persönliche Assistenten der Kunden, indem sie deren E-Mail-Nachrichten aufbewahren und zustellen und verschiedene andere Aufgaben ausführen (wie z. B. Spam löschen, Viren entfernen, Suche aktivieren und verwandte Informationen anzeigen). Und natürlich haben die Empfänger das Recht, jede Nachricht, die sie erhalten, weiterzuleiten, zu löschen, zu drucken oder zu verteilen.
Wenn Sie sich für Google Mail entscheiden, sehen Nutzer Werbeanzeigen und verwandte Informationen, die sie leicht durch eine Internetsuche mit einigen Keywords aus der E-Mail finden würden. Google zeigt diese Informationen einfach auf eine relevante und unaufdringliche Weise und erspart den Nutzern damit die Eingabe von Keywords in eine Suchmaschine.
Es gibt auch Fälle, in denen ein Empfänger von den Werbeanzeigen und verwandten Informationen einer E-Mail-Nachricht profitiert, ohne dass der Absender ausdrücklich zugestimmt hat. Wenn Sie beispielsweise per E-Mail ein Angebot eines lokalen Fitnesscenters erhalten, könnte es in Ihrem Interesse sein, Angebote anderer Fitnesscenter in Ihrer Nähe zu sehen. Die Möglichkeit, vergleichende Werbung von verschiedenen Anbietern zu sehen, ist ein wichtiges Verbraucherrecht, auch wenn es nicht im Interesse des Absenders ist.
Wir sind der Meinung, dass Nutzer das Recht haben, eine kostenlose, werbeunterstützte Webmail-Oberfläche für das Lesen und Senden von E-Mails zu wählen. Wir glauben, dass sich viele Nutzer für Google Mail in dem Wissen entscheiden, dass dieser kostenlose Dienst durch gezielte Werbung unterstützt wird, und mit dem Vertrauen, dass Google die Daten all ihrer E-Mail-Nachrichten schützt.
Aufbewahrung von Daten
Google bewahrt mehrere Sicherheitskopien der E-Mails der Nutzer auf, damit wir Konten im Fall von Fehlern oder Systemausfällen wiederherstellen können. Dies geschieht nur über einen begrenzten Zeitraum. Auch wenn eine Nachricht gelöscht wurde oder ein Konto nicht mehr aktiv ist, können Nachrichten für einen gewissen Zeitraum noch auf unserem Backup-System verbleiben. Dies ist ein Branchenstandard bei E-Mail-Anbietern, dem Google Mail und andere große Webmail-Services folgen, um ihren Nutzern einen zuverlässigen Service zu bieten. Wir bemühen uns, gelöschte Informationen so schnell wie praktisch möglich von unserem System zu entfernen.
Schutz Ihrer Daten
Google nimmt Datenschutz sehr ernst und Ihr Vertrauen ist uns wichtig. Google Mail-Nutzer sollten daher Folgendes wissen:
- Google gibt Inhalte von E-Mails oder personenbezogene Informationen niemals an Inserenten weiter.
- Keine Person liest E-Mail-Nachrichten, um gezielte Werbung oder verwandte Informationen, die Nutzer bei Google Mail sehen könnten, zu positionieren.
- Die Nutzer sehen nur unaufdringliche, gezielte Anzeigen neben den Google Mail-Nachrichten.
Darüber hinaus unternimmt Google zahlreiche Schritte, um die Vertraulichkeit von Nutzerinformationen zu gewährleisten, und bietet hierfür eine Reihe von innovativen Schutzmaßnahmen. Unter anderem profitieren Google Mail-Nutzer von folgenden Maßnahmen:
- Verschlüsselter Zugang (HTTPS) über https://mail.google.com
- Standardmäßig SSL-verschlüsselter Login Ihr Passwort ist immer verschlüsselt, wenn es über das Internet gesendet wird.
- Blockierte Übertragung von ausführbaren Dateien, die häufig Viren oder Spyware enthalten, die von Scannern übersehen werden.
- Kein standardmäßiges Laden von externen Grafiken. Viele Marketing- oder Spam-Nachrichten enthalten versteckte "web bugs", die in externe Grafiken eingebettet sind. Wenn diese Grafiken geladen werden, signalisieren die "web bugs" normalerweise, dass die E-Mail-Adresse aktiv ist, und helfen damit den Firmen, ihre Empfängerliste für Marketing- und Spam-Nachrichten weiter zu optimieren. Indem externe Grafiken nicht geladen werden, kann dies verhindert werden.
- Minimierte Bezugskopfzeileninformationen. Wenn Sie auf Links in Nachrichten klicken, enthält der ladende Webbrowser eine Bezugskopfzeile. Wenn Sie auf Links in Google Mail klicken, versucht Google, diese Bezugskopfzeile zu entfernen, damit Dritte nicht erfahren, dass Sie auf einen Link in einer E-Mail geklickt haben.
Google Mail und Zugriff der Regierung auf Konteninformation
Google befolgt Weisungen im Rahmen laufender gerichtlicher Verfahren wie z. B. Durchsuchungsbefehle, Gerichtsbeschlüsse und Vorladungen, für die Konteninformationen benötigt werden. Dieselben Prozesse gelten für alle gesetzestreuen Unternehmen. Es gilt wie immer, dass die bei Ihnen geltenden Gesetze Ihnen primären Schutz vor dem Eindringen durch die Regierung bieten.
Abschließende Erklärung
Sagen wir es ganz klar: Es gibt einige Probleme beim E-Mail-Datenschutz und die meisten dieser Probleme bestehen bei allen E-Mail-Anbietern. Das Hauptproblem ist, dass die Inhalte Ihrer Nachrichten über einen gewissen Zeitraum auf Mailservern gespeichert werden. Es besteht immer die Gefahr, dass auf diese Nachrichten zugegriffen wird und diese zu Ihrem Schaden genutzt werden, wie z. B. bei Missbrauch Ihrer Daten durch Regierungen und auch durch Ihren E-Mail-Anbieter. Die sorgfältige Berücksichtigung relevanter Probleme, die genaue Prüfung der Geschäftspraktiken und Richtlinien der E-Mail-Anbieter sowie entsprechende Wachsamkeit und Durchsetzung einer geeigneten Rechtssprechung sind die besten Mittel gegen den Missbrauch Ihrer Informationen. Wir fordern Nutzer und Interessensgruppen weltweit dazu auf, uns ihre Gedanken zu unseren Bestimmungen und Verfahren mitzuteilen und an uns unter privacymatters+googlemail@google.com zu schreiben.
Aktualisiert: Januar 2007
